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Feng-Shui-Kurpark Lalling

Der Kurpark südlich der Staatsstraße 2133 an der Gemeindestraße nach Euschertsfurth wurde am 11. Juni 2006 eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben.
Der Kurpark mit einer Größe von knapp 6 Hektar ist der erste seiner Art in Deutschland, der unter dem Schwerpunktthema FENG SHUI und ALTES WISSEN steht. Der Kurpark geht eine Verbindung ein zwischen der westlichen und der östlichen Betrachtung von Natur und deren Zusammenhängen. Er soll dem Besucher helfen, sich zu entspannen.
Bei Feng Shui (Wind und Wasser) handelt es sich um eine vor 7000 Jahren in Asien aus intensiven Naturbeobachtungen entstandenen Lehre. Die beiden Naturgewalten Wind und Wasser bestimmen das Geschehen auf der Erde. Mit Feng Shui wird versucht, im Einklang mit der Natur zu bauen und zu leben. Das Chi (Lebensenergie) muß in einem Park frei zirkulieren, ähnlich wie im menschlichen Körper. Eine Störung des Energieflusses kann zu vielfältigen Konflikten führen. Im Feng Shui werden die vorhandenen Elemente des Ortes in Harmonie gebracht, wobei geopathatische Störfelder, der Stand der Sterne und die "Fünf Elemente" (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) berücksichtigt werden. Über den Umweg einer östlichen Lehre wird versucht, an westliche Traditionen anzuknüpfen. Ähnliche Regeln kannten auch schon unsere europäischen Vorfahren. Vielfach ist in unserer schnelllebigen Welt altes Wissen verloren gegangen. Heute gibt`s diese Regeln meist nur noch in ritualisierter oder unbewußter Form, z.B. bei Wegkreuzungen an besonderen Stellen, Segnungen der Flur oder Richtfest. Ein markantes Merkmal in unserem Kurpark ist, dass entsprechend der Vorgaben von Feng Shui möglichst Ecken und Kanten vermieden werden. Mit Hilfe der Feng Shui-Regeln wurde der Park zu einem Ort der Regeneration, der Lebensfreude und des Erfolgs gestaltet.
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Im Kurparkbereich befinden sich folgende
Stationen:
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Direkt an der Gemeindestraße der hölzerne
Kurparkpavillon mit einem Tonnendach,
in dem Toiletten und Geräteräume
untergebracht sind und in dem mittels einer Schautafel die Anlage
erklärt wird.
Vor dem Gebäude tritt das zum Kursee
abgeleitete Quellwasser durch einen Stein an die Oberfläche.
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Daran anschließend und über eine Treppe
erreichbar ein Brotzeitplatz mit Spielfläche.
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Das Herzstück des Parks, der in Form einer liegenden Acht angelegte Kursee mit einer Wasserfläche von ca. 3.000 Quadratmeter und einem Fassungsvermögen von ca. 6.000 Kubikmeter. Die Wassertiefe ist unterschiedlich. Die tiefste Stelle liegt bei 3,50 Metern. Die Zahl „Acht“ hat nicht nur in der Feng Shui Lehre universelle Bedeutung.
Im neuen Testament hat sie das Symbol für die Wiedergeburt durch die Taufe, die Auferstehung und das ewige Leben. Die Acht steht auch für die Gerechtigkeit. Der naturnah gestaltete See verfügt über zwei Stege, Pflanzzonen und Flachwasserzonen mit Kies. Der Zulauf erfolgt auf der Nordseite des Gewässers mit Wasser einer auf dem Areal ausgebauten Quelle. Zur Wasserreinigung sind entlang des Kurseeufers Pflanzen gesetzt. Um den See führt ein Rundweg. Die Stege symbolisieren den Yin- und Yangpunkt. Legt man beide Stege zusammen, ergibt sich ein Kreis, der die Harmonie wieder spiegelt.
Das Wasser wird ausschließlich durch Sonneneinstrahlung erwärmt. Auf einem Chemieeinsatz wird verzichtet. Das Prinzip von Yin und Yang beruht auf dem Prinzip des Gegensatzes. Der Yang-Punkt hat vorwiegend männliche Eigenschaften, der Yin-Punkt steht mehr für weibliche Energie.
Yang wird z.B. durch die Sonne oder den Tag sowie durch Eigenschaften wie aktiv und heiß symbolisiert. Yin wird z.B. durch den Mond oder die Nacht sowie durch passiv und dunkel dargestellt. Verdeutlicht wird die Eigenschaften auch in der Farbgebung der beiden Stege. Im Kurpark selbst sind beide Punkte durch Findlinge markiert. Der Yang-Stein befindet sich im Osten des Kursees, der YIN-Stein im Südwesten beim Organweg.
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Südlich des Kursees stehen ein großer Findling, "Herzpunkt" genannt, der das Energiezentrum des Parks lokalisiert.
An dieser Stelle wurde eine erhöhte positive Strahlung festgestellt. Früher wurde aus einem Ort mit besonders positiver Energie das Zentrum einer Gemeinschaft (Dorfplatz). Viele alte Kirchen stehen auf solchen energiegeladenen Punkten.
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Im Westen und Nordosten wird der Kursee regionaltypischen Streuobstwiesen eingerahmt. Streuobstbestände prägen seit Jahrhunderten den Lallinger Winkel und haben sich wegen ihrer Strukturvielfalt zu ökologisch wertvollen Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Der Lallinger Winkel gilt aufgrund seiner besonderen topographischen Lage als "Obstschüssel" des Bayer. Waldes
Nähere Informationen zum Streuobstanbau gibt`s im Streuobsterlebnisgarten nördlich von Panholling.
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Im Nordwesten des Kursees an einem Kurweg oberhalb der Tennisanlage befindet sich der Qi-Punkt (Energiepunkt), ebenfalls markiert durch einen Stein. Die Asiaten nennen das den Körper durchströmende Potential und das Spannungsfeld energetischer Einflüsse, dem jeder Mensch unterliegt, Qi (=Energie).
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Im Osten des Kursees, der durch einen Findling markierte Yangpunkt und eine Feuerstelle, die nach Voranmeldung für Feste genutzt werden darf.
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Im Süden des Kursees ist ein Naturspielplatz entstanden.
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Im Südwesten einen Organweg, einen Störzonenlehrgang, der Yin-Punkt sowie Themengärten und das Gerüst eines Keltenhauses.
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Zum Organweg: Die chinesische Medizin geht von fünf Wandlungsphasen (auch Elemente genannt) als tragende Säulen des medizinischen Systems aus. Im Organweg wird versucht, eine Verbindung von westlicher und östlicher Medizin zu zeigen. In unseren Breiten wird meist das unmittelbar erkrankte Organ behandelt. In der Feng Shui-Lehre stärkt dagegen ein Element das nächste. Das Element Erde (Milz und Magen) stärkt das Metall (Lunge und Dickdarm), Metall stärkt das Element Wasser (Niere und Blase), welches wiederum das Holz (Leber und Gallenblase) stärkt. Das Element Feuer (Herz und Dünndarm) stärken das Element Holz. Die einzelnen Organe sind durch Steinsetzungen gekennzeichnet.
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Zu Themengärten: Feng Shui und Altes Wissen als Themen des Kurparks werden durch eine klare Gegenüberstellung von Gartengestaltung östlicher und westlicher Kulturen verdeutlicht. Auf der Westseite sind es westliche Gartenmotive, auf der Ostseite Zengarten sowie ein Feng Shui-Garten mit einem kleinen Teich in Nierenform. Im Feng Shui symbolisiert das Haus den menschlichen Körper und der Garten stellt die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur her. Zengärten dienen als Ort der Meditation.
Dazwischen wird ein keltisches Haus als Hausgrundriß angedeutet. Es ist der Nachbau eines Wohnhauses des in Osterhofen ausgegrabenen keltischen Herrenhofs. Mit diesem Keltenhaus wird symbolisiert, dass sich unser Urwissen kaum von fernöstlichen Theorien unterscheidet. Es wird quasi eine Brücke zwischen östlichem und westlichem Kulturerbe geschaffen. Auf der Südseite des Keltenhauses befindet sich in dem mit einem Weidezaun abgegrenzten keltischen Garten ein Steintrog mit fließendem Wasser. In dem Garten sollen keltische Nutzpflanzen gezogen werden. Über die Kultur der Kelten wird auf einer Schautafel informiert.
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Zu Störzonenlehrpfad: Auf der Erde gibt`s viele natürliche Strahlen und magnetische Felder, die dem Menschen erst das Leben ermöglichen, aber auch sein Immunsystem schwächen. Auch die Natur ist diesen Störfeldern ausgesetzt. Bei Flora und Fauna wird zwischen Strahlensuchern (Katzen, Schlangen, Bienen, Ameisen , Heilkräutern) und Strahlenflüchtern (Hunde, Kühe, Pferde, Schweine, Hühner, Schwalben). Die Menschen bauten ihre Wohnhäuser früher nur dort, wo sich Schafe niederließen. Im Südwesten hin zur Bauaue ist ein Bereich, in dem Interessierte oder Unterrichtsgruppen die Möglichkeit zur praktischen Übung im Gelände erhalten. Das Rutengehen hat in Bayern eine sehr lange Tradition. Hier werden Wasseradern, Benker-, Hartmann- und Currylinien und andere Störzonen markiert und "sichtbar" gemacht.
Zum Organweg und Störzonenlehrpfad ist an der Böschung zum Bauhofareal der YIN-Punkt durch einen Stein markiert.
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Durch den Parkbereich führen viele Kurwege, im Süden entlang des Zuedinger Bach und südlich des Baches - teilweise auf Holzstegen - durch Feuchtwiesen, eine von Menschenhand erzeugte Pflanzengemeinschaft. In den Feuchtwiesen gibt`s geschützte Arten der Flora und Fauna. Die Wegeführung soll das Erleben der Bauaue mit ihren Besonderheiten im Jahresverlauf ermöglichen und im übrigen Bereich die Besucher zu den einzelnen Themen bzw. Stationen heranführen.
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Über die Kurwege ist im Südosten des Parkbereichs nahe an der Gemeindestraße nach Euschertsfurth ein Chakraweg (Körper-Energie-Lehrpfad) zu erreichen. Unter Chakren versteht man die Energie-Zentren des menschlichen Körpers. Man unterscheidet sieben Haupt-Chakren, die jeweils zentrale Themen widerspiegeln - nämlich: Scheitel-, Stirn-, Kehlkopf-, Herz-, Nabel-, Kreuzbein- und Wurzel-Chakra. Die Chakren sind auf der liegenden Figur durch Steinsetzungen lokalisiert.
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Die Kurparkanlage ist nicht eingezäunt und deshalb frei zugänglich. Außerdem ist sie leicht und vor allem relativ gefahrlos erreichbar. Fußgänger können die Anlage vom Ort aus über Gehwege und eine Fußgängerbrücke erreichen. Für Autofahrer steht gegenüber dem Kurpark ein Parkplatz zur Verfügung. Sowohl die Toilettenanlagen im Pavillon wie auch die Wegeführung im Kurpark sind weitgehend barrierefrei.
Ab sofort bietet die Gemeinde Führungen durch das Parkareal an.
Von März bis Oktober regelmäßig:
Donnerstags, 15.00 Uhr - Dauer ca. 1 1/2 bis 2 Stunden
Treffpunkt: Kurparkpavillon>
Unkostenbeitrag: 3,-- €
Für Einzelpersonen ist eine Anmeldung nicht erforderlich
Spezielle Führungen auf Anfrage in der Touristinfo, Lalling, Hauptstr. 17
Tel. 09904/374 , Fax: 09904/7279 , Mail: info@lalling.de
Die Besucher werden gebeten, Hunde an der Leine zu führen und ihr "Geschäft" nicht im Kurparkbereich machen zu lassen.
Bitte beachten Sie die Halteverbote an den Straßen - direkt gegenüber befindet sich ein Parkplatz (Tagesgebühr
1,-- €). Im Ort, ca. 300 m, stehen Ihnen kostenlose Parkplätze zur Verfügung.
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